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HIV-Prävention in der AIDS-Hilfe


Ein Arbeitsgebiet der AIDS-Hilfe ist die HIV-Prävention (Neuinfizierungen, auch im Bundesland Thüringen, bekräftigen die Primärprävention).
Wir setzen in der HIV-Prävention folgende Schwerpunkte: Infektionsstoffe, Infektionswege und Schutzmöglichkeiten. Nicht zuletzt erhalten die SchülerInnen bzw. Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit, ihre Berührungsängste zu artikullieren und gemeinsam darüber zu diskutieren. Relevante Alltagssituationen der TeilnehmerInnen stehen selbstverständlich im Vordergrund.
Eine fortschrittliche HIV-Prävention erfordert überdies das Aufzeigen des Zusammenhangs zwischen HIV/AIDS und Sexualität und sollte als ein wichtiger Teil in der Sexualpädagogik Raum finden. Trotz der sexuellen Revolution der 70er Jahre ist Sexualität noch immer ein Randthema in unserer Gesellschaft.
In der HIV-Prävention werden noch andere tabuisierte Themen wie Krankheit, Sterben, Tod, Drogen und Prostitution aufgeworfen.
Durch die Entwicklung und Entstehung von Methoden und Konzepten möchten wir den vielfältigen und unterschiedlichen Dimmensionen der o.g. Themen Rechnung tragen und somit einen Beitrag leisten, die Sprachlosigkeit in diesem Kontext abzubauen.
Die AIDS-Hilfe kann jedoch nur einen Teil der Sexualpädagogik begleiten. Eltern, LehrerInnen, ErzieherInnen, Freunde u.a. sind ebenso in diesem Bereich gefordert, damit die Spontanität und die Lust an der Sexualität im Einklang mit selbstverantwortlichem Handeln nicht auf der Strecke bleiben.
Die Sexualpädagogik ist in das Gesamtkonzept der AIDS-Hilfe eingebettet, d.h. über spezifische Veranstaltungen hinaus können von den TeilnehmerInnen beratende, betreuende und aufsuchende Angebote in Anspruch genommen werden.

Über AIDS reden, dass heißt…
  • sich mit der eigenen Sexualität, mit Liebe und Beziehungen beschäftigen
  • Vermittlung von Basisinformationen zur HIV-Infektion und AIDS-Erkrankung
  • eigene Bedürfnisse und Gefühle ahrnehmen und zulassen können, die Gefühle anderer achten lernen
  • sich mit seinen lüsten, aber auch Ängsten, Unsicherheiten, Schuldgefühlen beschäftigen
  • eine positive und vorurteilsfreie Haltung zur Sexualität erlernen bzw. Bestärken
  • sich mit heterosexuellen, schwulen, lesbischen und anderen Lebensweisen beschäftigen